Wenn Sie ein Unternehmen führen, müssen Sie unterschiedliche Prioritäten miteinander in Einklang bringen. Ganz gleich, ob Sie in der Produktion, im Dienstleistungssektor oder im Einzelhandel tätig sind – der Schutz der Unternehmensdaten ist entscheidend. Gleichzeitig stehen Unternehmen zunehmend unter Druck, zu einer nachhaltigeren Zukunft für den Planeten beizutragen.
Diese beiden Aspekte sind stärker miteinander verbunden, als es auf den ersten Blick scheint. Und es ist möglich, beide Herausforderungen mit nur einem Schritt anzugehen.
Die wachsende Umweltbelastung durch Rechenzentren
Kundendaten. Lieferantenverträge. Lagerbestände. Moderne Unternehmen sind nur so effizient wie ihr Datenmanagement.
Rechenzentren haben heute die Funktion von Aktenschränken übernommen und ermöglichen die digitale Speicherung riesiger Datenmengen.
Doch genau hier zeigt sich die Umweltbelastung. Allein in den USA wird geschätzt, dass Rechenzentren bald für bis zu 12 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes verantwortlich sein könnten.
Dieser Verbrauch steigt weiter, da künstliche Intelligenz immer mehr zum Alltag gehört. Die Fähigkeit von KI, Daten in Sekundenschnelle zu verarbeiten und Unternehmen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, geht mit einem enormen Energiebedarf einher.
Datensparsamkeit: Gewinn für Sicherheit und Nachhaltigkeit
Weniger Daten zu sammeln kann daher dazu beitragen, den mit Rechenzentren verbundenen Energieverbrauch zu senken.
Das Handeln eines einzelnen Unternehmens mag gering erscheinen. Doch ein weit verbreiteter Rückgang der Datenerhebung verringert den Bedarf an Datenverarbeitung und -speicherung in der gesamten Branche. Dadurch verlangsamt sich das Wachstum und der Ausbau energieintensiver Rechenzentrumsinfrastrukturen.
Es ist entscheidend, zwischen den Daten zu unterscheiden, die für Ihr Unternehmen unerlässlich sind, und denjenigen, die verzichtbar sind.
Ein Fitnessstudio benötigt beispielsweise den Namen eines Mitglieds und eine Notfallkontaktperson, um sicher zu arbeiten. Es kann jedoch auf nicht wesentliche Daten wie die bevorzugte Trainingszeit oder die Information, wie jemand vom Studio erfahren hat, verzichten, um seinen Daten-Fußabdruck zu verringern.
Neben den ökologischen Vorteilen reduziert dieser Ansatz auch die sogenannte „Angriffsfläche“ Ihres Unternehmens. Wenn weniger Daten gespeichert sind, haben Cyberkriminelle weniger Möglichkeiten, Ihre digitalen Schutzmaßnahmen zu überwinden.
VPNs: Gut für die Sicherheit – aber auch für die Umwelt?
Virtuelle Private Netzwerke (VPNs) sind beliebte Cybersicherheitstools und spielen auch hier eine Rolle. Ihre Hauptfunktion besteht darin, Daten durch Verschlüsselung zu schützen und für Hacker unlesbar zu machen.
VPNs leiten Daten über spezielle Server, was den weltweiten Stromverbrauch weiter erhöht. Aber es gibt Hoffnung…
Wie wählt man ein umweltfreundliches VPN?
Der erste Schritt bei der Auswahl des richtigen VPNs besteht darin, die eigenen Prioritäten festzulegen.
Möglicherweise müssen Sie ökologische Ziele erfüllen, zum Beispiel, wenn Ihr Unternehmen eine B-Corp ist oder dies anstrebt. In diesem Fall sollten Sie die Umweltpolitik Ihrer Anbieter genau prüfen.
Suchen Sie nach Anbietern, die über bloße Marketingversprechen hinausgehen und echte Transparenz bieten. Ein engagierter VPN-Anbieter beschreibt oft seinen ganzheitlichen Ansatz des „Green Computing“, der alles umfasst – von energieeffizienter Hardware in grünen Rechenzentren bis hin zur Entwicklung effizienterer Software.
Die grüne Zukunft der Geschäftstechnologie
Die Geschäftswelt orientiert sich oft an den großen Akteuren. Und die Richtung ist eindeutig: hin zu mehr Nachhaltigkeit. Googles jüngste Investitionen in erneuerbare Energien machen das deutlich.
Dieser Wandel bietet Unternehmen jeder Größe die Chance, nachzuziehen. Ein „Weniger-ist-mehr“-Ansatz bei Daten und die Wahl umweltbewusster Technologien bieten doppelte Vorteile: Sie schützen sich vor digitalen Bedrohungen und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zu einem gesünderen Planeten.
